Glücksspielsucht in Deutschland: Zahlen und Daten
Nach dem Glücksspiel-Survey 2025 (ISD Hamburg / Universität Bremen, Erhebung August-November 2025, n = 12.340) erfüllen 2,2 % der 18- bis 70-Jährigen in Deutschland die DSM-5-Kriterien einer Glücksspielstörung; das Datenportal des Bundesdrogenbeauftragten beziffert das mit rund 1,3 Millionen Erwachsenen.
Gemeint ist damit die Glücksspielstörung (ICD-11: 6C50; deutsche Fassung bislang nur als nicht-amtliche BfArM-Testversion), in der DSM-5-Terminologie „Störung durch Glücksspielen". Umgangssprachlich heißt sie Spielsucht oder Glücksspielsucht. Die folgenden Zahlen messen ausschließlich das Glücksspiel, nicht die davon abzugrenzende Computerspielstörung (ICD-11: 6C51).
Wie viele Menschen in Deutschland sind betroffen?
2,2 % der 18- bis 70-Jährigen in Deutschland erfüllen die DSM-5-Kriterien einer Glücksspielstörung. Diese Zahl stammt aus dem Glücksspiel-Survey 2025 des ISD Hamburg (Erhebung August-November 2025, n = 12.340, Altersspanne 16-70 Jahre). Das 95-Prozent-Konfidenzintervall liegt zwischen 1,9 % und 2,5 %.
der 18- bis 70-Jährigen in Deutschland erfüllen die DSM-5-Kriterien einer Glücksspielstörung.
Wie hat sich die Prävalenz entwickelt?
Die Prävalenz der Glücksspielstörung ist zwischen 2021 und 2025 weitgehend stabil geblieben. Die Erhebungsreihe läuft seit 2007 (bis 2019 bei der damaligen BZgA); seit dem methodischen Neustart 2021 misst der Glücksspiel-Survey im Zweijahresrhythmus nach denselben DSM-5-Kriterien: 2,3 % (2021), 2,4 % (2023) und 2,2 % (2025). Die Unterschiede zwischen den Erhebungen liegen innerhalb der statistischen Schwankungsbreite.
Welche Altersgruppe ist am stärksten betroffen?
Am stärksten betroffen sind junge Erwachsene. Bei den 18- bis 25-Jährigen liegt der Anteil mit einer Glücksspielstörung nach dem Glücksspiel-Survey 2025 bei 4,6 %, mehr als doppelt so hoch wie im Gesamtdurchschnitt der 18- bis 70-Jährigen (2,2 %). Die Prävalenz ist also deutlich altersabhängig.
Warum nennen manche Quellen rund 1,3 Millionen Betroffene?
Der Glücksspiel-Survey selbst nennt nur den Prozentwert von 2,2 % (Konfidenzintervall 1,9 %-2,5 %). Die häufig zitierte absolute Zahl von rund 1,3 Millionen Erwachsenen ist eine Hochrechnung des Datenportals des Bundesdrogenbeauftragten und steht nicht im Primärbericht. Sie ist deshalb diesem Datenportal zuzuschreiben, nicht dem Survey.
Wer finanziert die zugrunde liegende Studie?
Transparenzhinweis zur Finanzierung. Der Glücksspiel-Survey wird vom Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) gefördert, also von der Glücksspielbranche selbst. Diese Angabe gehört zu jeder Nennung der Zahlen. Der Survey ist die zentrale bevölkerungsrepräsentative Erhebung zum Glücksspielverhalten in Deutschland; die Förderquelle sollte bei der Einordnung dennoch bekannt sein.
Quellen
- Glücksspiel-Survey 2025. Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) Hamburg in Kooperation mit der Universität Bremen (Buth, Meyer, Rosenkranz, Kalke). Erhebung August-November 2025, n = 12.340, Altersspanne 16-70 Jahre. Veröffentlicht am 11. März 2026. Gefördert durch den Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB). Kennzahl: 2,2 % Prävalenz einer Glücksspielstörung nach DSM-5 bei den 18- bis 70-Jährigen (95-%-Konfidenzintervall 1,9 %-2,5 %); 4,6 % bei den 18- bis 25-Jährigen. Zeitreihe: 2,3 % (2021), 2,4 % (2023), 2,2 % (2025).
- Datenportal des Bundesdrogenbeauftragten, Themenbereich Glücksspiel. Hochrechnung von rund 1,3 Millionen betroffenen Erwachsenen auf Basis des Prävalenzwerts des Glücksspiel-Survey. Die absolute Zahl stammt aus dem Datenportal, nicht aus dem Primärbericht des Survey.
Diese Seite wird mindestens jährlich anhand der jeweils aktuellen Ausgabe des Glücksspiel-Survey geprüft und aktualisiert. Stand: Juli 2026.